Arpeggios

Solltest du Skalen lernen?

Solltest du wirklich deine wertvolle Zeit opfern um so was kryptisches wie Gitarrenskalen und Theorie zu lernen?

Arpeggios auf der Gitarre übern

 

Das Argument, dass viele Gitarristen gebrauchen, um keine Theorie lernen zu müssen ist, dass sie sonst Gefahr laufen, ihre Originalität zu verlieren. Sie werden nicht in der Lage sein, wie sie selbst zu sein oder zu klingen, sie werden eingeholt und innerhalb der Grenzen der Regeln und Vorschriften eingeengt. So sagen sie…

Das einzige Problem mit dieser Art des Denkens ist, dass man Gefahr läuft, als Musiker nicht zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

 

Tonleiter Gitarre

Alle grundlegenden Gitarren-Kurse auf der Grundstufe werden dir sagen, Akkorde, Skalen und Arpeggios zu lernen. Es ist wichtig ein besseres Verständnis davon zu bekommen, wie musikalische Zusammenhänge sind und wie sie wirken. Du wirst dein Spiel mit neuen Möglichkeiten und Konzepten erweitern und nicht umgekehrt.

Und hier ist einer der wichtigsten Faktoren. Viele selbstlernende Musiker neigen dazu, unter Episoden von Selbstzweifeln Gitarre lernenzu leiden, weil sie nicht wissen, was sie spielen sollen, was wiederum Unsicherheiten und mangelndes Selbstvertrauen in ihrem Spiel hervorrufen kann.

 

Wissen ist Macht, wie überall anders eben auch. Wenn du dein Gitarrenspiel zum Expertenstatus als Lead-Gitarren-Improvisator vorantreiben willst oder wenn du als Musiker ganz allgemein überhaupt ernst genommen werden willst, gibt es keine zwei Möglichkeiten. Du wirst einige Zeit dafür verwenden müssen, um Modi, Skalen und Arpeggios auf dem Gitarrengriffbrett zu üben.

 

Hier sind einige Ideen, die dazu beitragen könnten:

Arpeggios, Tonleiter Gitarre

  1. Fünf oder zehn Minuten pro Tag diszipliniertes Üben bringt mehr und bessere Ergebnisse als 10 Jahre lang am Ende des Bettes sitzen und nur immer das dudeln, was du sowieso schon spielen kannst.
  2. Wenn du beispielsweise zehn Minuten pro Tag als eine Übungseinheit immer einplanst und dir vorher genau überlegst, was du üben möchtest, ist das eine gute Sache. Viele Gitarristen sagen mir, dass sie 3 Stunden am Tag geübt haben, und wenn ich sie frage, was sie gelernt haben, bekomme ich normalerweise keine klare Antwort. Das ist leider sehr oft der Fall.
  3. Verwende beim Üben immer eine Drum-Maschine oder ein Metronom, dann geht dir mit der Zeit das exakte Timing inMetronom “Fleisch und Blut” über und du hast damit fortan keine Probleme mehr.
  4. Du mußt nicht mit Schallgeschwindigkeit üben! Die meisten Gitarristen haben das Betreben schnell zu spielen. Aber dass Geschwindigkeit nicht das ist, worum es bei Musik oder Gitarre spielen wirklich geht wird dabei offensichtlich nicht bemerkt. Es ist doch viel schöner und auch publikumswirksamer, wenn man in der Lage ist einfache, langsame und schön klingende Phrasen einfühlsam zu spielen. Das jedenfalls ist ein Erfolgserlebnis, dass man viel einfacher und schneller erreichen kann.
  5. Mach dich nicht fertig, denn du bist nicht Steve Vai oder Paul Gilbert nach zwei  Wochen. Gib dir ein wenig Zeit und setze dich nicht so unter Druck. Den gibt es nämlich gratis von allen anderen Seiten in unserer heutigen Zeit.

Noten lernen

Das Üben von Skalen und Modi oder Arpeggios ist nicht zwangsläufig eine üble Schinderei oder gar langweilig. Wenn du es wirklich bei den maximal zehn Minuten – aber auch echt pro Tag – belässt, um an den theoretischen Aspekten der Musik und an einer moderaten Fingerfertigkeit zu arbeiten, dann wirst du irgendwann plötzlich feststellen, dass du weit über das hinausgekommen bist, was du dir ursprünglich als eigentliches Ziel gesetzt hattest. Ich glaube nicht, dass es einen einzigen Musiker auf dem Planeten gibt, der Zeit damit verbracht hat, Theorie zu lernen und der dann sagte, ich wünschte, ich hätte nicht die ganze Zeit damit verbracht, diesen ganzen Mist zu lernen.

 

Fazit: Wenn du dein Spiel vorantreiben oder Songs schreiben willst, die originell sind und zum Ausdruck bringen, was du wirklich willst, solltest du dich für eine solide Theorie öffnen. Denn der Weg zur Originalität führt über das “Land anderer Völker”.

Wenn du über gute Kenntnisse der Gitarrenskalen, Modi und Arpeggios verfügst, wirst du feststellen, was deine Vorbilder da eigentlich machen.

Du wirst das alles auf einmal verstehen und dann auch in der Lage sein, solche Phrasen in allen Tonarten selbst zu übernehmen und weiter zu entwickeln.

Viel Spaß dabei!  Arpeggios

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